# Geschichte hautnah
# Zeitzeugin Katja Sturm-Schnabl zu Gast in der Maschinenbauabteilung
Vergangene Woche erlebten die Schüler:innen der beiden 4. Klassen der Abteilung Maschinenbau eine Geschichtsstunde der besonderen Art. Auf Einladung der Schule und in Kooperation mit dem Verein erinnern.at besuchte die Zeitzeugin Katja Sturm-Schnabel unsere Schule, um über ihre bewegte Lebensgeschichte und die Zeit des Nationalsozialismus zu berichten.
Während der Geschichtsunterricht oft zwangsläufig bei harten Fakten bleibt, brachte Frau Sturm-Schnabl die menschliche Dimension der Geschichte direkt in den Klassenraum. Als Angehörige der slowenischen Minderheit in Kärnten wurde sie 1942 gemeinsam mit ihrer Familie von den Nationalsozialisten deportiert. Mit beeindruckender Klarheit und trotz der Schwere des Themas mit bewundernswerter Ruhe schilderte sie den Moment der Vertreibung aus der Heimat sowie den harten Alltag und die Entbehrungen im Lager. Auch das Schicksal ihrer Familie und der mühsame Neuanfang nach 1945 wurden thematisiert.
Besonders beeindruckend für die angehenden Maschinenbautechniker:innen war die Offenheit, mit der Frau Sturm-Schnabl auf Fragen einging. Es entstand ein lebendiger Dialog über Ausgrenzung, Widerstand und die Bedeutung von Zivilcourage. Die zentrale Botschaft, dass man niemals wegschauen darf, wenn Unrecht geschieht, hinterließ bei den Anwesenden sichtlich Eindruck.
Ein besonderer Dank gilt dem Schüler Sascha Lippert, welcher dieses wertvolle Zeitzeuginnengespräch vollkommen selbstständig organisierte und damit einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildung an unserer Schule geleistet hat. Ebenso bedanken wir uns beim Verein erinnern.at für die Unterstützung. Solche Begegnungen sind wertvolle Gelegenheiten, um aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen und werden den Schüler:innen sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Authorin: Anna Wegscheider
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