# Zwischen historischem Gedenken und aktuellen Fragen

Am 24. Oktober 2025 unternahmen die Schüler:innen der Klassen 4AHMBT und 4BHMBT eine Exkursion zum Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim in Oberösterreich. Der Besuch dieser ehemaligen Tötungsanstalt der NS-"Euthanasie" (Aktion T4) war ein zentraler Bestandteil des Geschichts- und Ethikunterrichts. Im Mittelpunkt des Lehrausgangs stand das themenspezifische Programm "Der optimierte Mensch". Dabei ging es nicht allein um die Konfrontation mit den unfassbaren Verbrechen, die zwischen 1940 und 1944 an diesem Ort geschahen, sondern auch um den Brückenschlag in die Gegenwart.

Begleitet von den Vermittler:innen der Gedenkstätte setzten sich die Jugendlichen kritisch mit Fragen auseinander, die heute aktueller denn je sind: Wo beginnt die Ausgrenzung von Menschen, die nicht der "Norm" entsprechen? Welche ethischen Herausforderungen bringen moderne Biotechnologie und Pränataldiagnostik mit sich? Und wie wirkt sich der allgegenwärtige gesellschaftliche Druck zur Selbstoptimierung auf uns aus? Die Schüler:innen der 4AHMBT und 4BHMBT zeigten großes Interesse und diskutierten engagiert über den Wert menschlichen Lebens und die Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft. Die Exkursion war eine eindrückliche Erfahrung, die weit über reines Faktenwissen hinausging und zum Nachdenken über Geschichte und Gegenwart anregte.

Professor Anna Wegscheider


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